Recherche

Einen historischen Roman zu schreiben ist wie eine Zeitreise. Um deine Leser wirklich in die Vergangenheit zu entführen, ist eine sorgfältige Recherche unerlässlich. Sie verleiht deiner Erzählung Authentizität und macht die Welt, in die sie eintauchen, lebendig.

Das gilt natürlich auch für andere Genres.

Inhaltsverzeichnis

Wähle deine Epoche

 Wann soll dein Roman spielen? Und wo?

Die Beantwortung dieser Fragen ist natürlich essentiell! 

Nehmen wir das Beispiel Drittes Reich. In meinem Buch „Zeit der Zweifel“ ist der Zeitrahmen genau festgelegt. Von 1928 bis 1945.

In dieser Zeit ist bekanntermaßen viel geschehen. Also musste ich mir überlegen, an welchen Schauplätzen die Handlungen geschehen sollten.

Ein großer Teil des Buches spielt in Berlin.

Also bin ich hingefahren und habe mir die Schauplätze angesehen. Da war zum Beispiel das Gebäude, in dem die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet wurde.

Buch-Plot: Haus
Recherche: Ort der Kapitulation

 

Natürlich gibt es in Berlin unzählige Orte, an denen man recherchieren kann, Museen, Mauerreste oder historische Gebäude. Aber es gibt auch eine Menge spannender Führungen. Zum Beispiel vom Verein Berliner Unterwelten e.V. 

Hier habe ich einige Führungen mitgemacht und viel für meine Bücher gelernt.

Politische und gesellschaftliche Strukturen

 Bleiben wir beim Beispiel „Zeit der Zweifel“.

Wie reden hier ganz klar über die Nazidiktatur. Wo aber bekommt man die richtigen Informationen her?

Na klar: übers Internet. Und da ist man heutzutage schnell beim Thema KI!

Aber Vorsicht. Gleichgültig, welche Plattform du zu Rate ziehst, KI ist ein  People Pleaser. Sie sagt dir lieber etwas Falsches als gar nichts. Also ist man gut beraten, die Antworten noch einmal zu überprüfen.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, soll Lenin einmal gesagt haben. In Falle von künstlicher Intelligenz stimmt das sogar!

Auch Gespräche mit Zeitzeugen, Bücher natürlich, oder alte Fotoalben können viel Informationen liefern.

Recherche am Beispiel von Zeit der Zweifel

Wichtige Ereignisse

Welche Kriege, Entdeckungen und Umbrüche prägen diese Zeit? 

Recherchiere das gut. Vor allem gesellschaftliche Umbrüche können deinem Buch ein besonders authentisches Image verleihen und fesseln deine Leser. Denn mit diesen Umbrüchen kannst du auch einen Spannungsbogen aufbauen. Das gilt natürlich auch für andere Genres.

Recherche: Luftkrieg

                        Das Bild illustriert, was die Menschen im Krig aushalten mussten.

Hier kannst du dich richtig „austoben“ und deiner Kreativität freien lauf lassen. Schildere, was die ganz normale Menschen in dieser Zeit getan haben und binde deine Protagonisten in diese Erzählung mit ein. Schau dir alte Fotos an und lass deiner Fantasie freien lauf. Nur so wird deine Geschichte wirklich lebendig!

Die Wahl der Sprache

Vermeide moderne Ausdrücke, die nicht in die Zeit deiner Geschichte passen, aber übertreibe auch nicht mit veralteten Wörtern. Finde einen glaubhaften Mittelweg, denn dein Buch soll ja flüssig zu lesen sein.

Zu guter Letzt

Dramaturgie geht vor Detailtreue! 

Verliere dich nicht in zu vielen Datails, die den Leser stöhren könnten. Du schreibst einen Roman, und gleichgültig in welchem Genre, ist das Wichtigste der Lesefluss. Deine Leser sollen sich gut unterhalten und nicht wie in der Schule fühlen. Denn du schreibst einen Roman und keine wissenschaftliche Abhandlung.

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